20. November 2008 Auf dem Flughafen Berlin-Tegel ist am Donnerstagmorgen eine Quarantänestation in Brand geraten. Die Station war nach Auskunft eines Flughafensprechers bei Ausbruch des Feuers leer. Es gab keine Verletzten. In der Quarantänestation werden normalerweise illegal eingeführte Tiere oder Menschen mit vermuteten ansteckenden Krankheiten untergebracht.
Starke Rauchentwicklung beeinträchtigen den Flugverkehr. Zurzeit seien keine Landungen möglich, sagte ein Polizeisprecher. Flughafensprecher Ralf Kunkel sagte, erste Maschinen seien zum Flughafen Schönefeld umgeleitet worden. Bei stärkerer Rauchentwicklung könne es auch kurzzeitig zur völligen Einstellung des Flugbetriebs kommen, sagte Kunkel. Wie lange die Beeinträchtigungen andauern würden, sei noch unklar.
Ursache unklar
Wie es zu dem Feuer im strömenden Regen gekommen ist, ist noch nicht bekannt. Zunächst hatte es seitens der Feuerwehr geheißen, dass das Feuer auf dem militärischen Teil ausgebrochen sei. Dort befindet sich der in Berlin stationierte Teil der Flugbereitschaft der Bundeswehr. Nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums befindet sich das in Brand geratene Gebäude aber nur direkt neben dem militärischen Teil des Flughafens. Eine Gefahr für die Maschinen der Flugbereitschaft gebe es nicht.
Bei dem Großeinsatz der Feuerwehr waren rund 150 Einsatzkräfte mit 35 Fahrzeugen im Einsatz. Ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude konnte verhindert werden. Die leerstehende Baracke mit rund 1.000 Quadratmeter Grundfläche, die früher als Quarantänestation genutzt wurde, brannte komplett nieder. Der Löscheinsatz dauerte rund drei Stunden.
Tegel und Schönefeld sind nach der Schließung des Flughafens Tempelhof die einzigen verbliebenen Airports in Berlin. Die Schließung des Flughafens Tegel folgt 2011 mit der Eröffnung des neuen Großflughafens BBI.
Text: FAZ.NET
Bildmaterial: AP, ddp